Romantik in Madrid

09.01.2019

Madrid ist die Hauptstadt von Spanien, also eine große Stadt mit Geschichte - wie eben alle Hauptstädte. Doch bei der Recherche was es dort an Unternehmungsmöglichkeiten gibt, stießen wir nur auf unzählige Tapas-Bars und große alte Bauten. Natürlich ist Essen schon mal ein guter Punkt - muss ja jeder irgendwann mal - aber wir konnten uns ja schlecht 5 Tage nur durch Restaurants essen. Daher blieb uns nichts anderes übrig, die auf den Fotos so langweiligen Sehenswürdigkeiten auch mal abzuklappern.













Kristallpalast

Die Perspektive macht´s

Zum einen wirken die Fotos aus dem Internet vor Ort aus einem anderen Blickwinkel doch schon interessanter, zum anderen strahlen viele Gebäude etwas aus das man nur vor Ort erleben kann. Selbst mein Freund der nicht so anfällig wie ich für imposante Eindrücke ist wurde gebannt.

Der Kristallpalast ist eines dieser Wunderwerke die in Madrid stehen. 1887 wurde dieser Palast gebaut und entzückt mit seinen Rundungen an jeder Stelle. Heute wird das Gebäude gerne für Kunstausstellungen genutzt. Der Kristallpalast befindet sich in mitten eines Parks der im Zentrum Madrids liegt. Mit seinem großen Teich der sich direkt davor befindet lädt die gesamte Umgebung des Kristallpalastes zum Verweilen und genießen ein.

Die Atmosphäre die von diesem Ort ausgeht war schon wirklich besonders, ich hatte tatsächlich das Gefühl zur Ruhe zu kommen und das ohne Strand und Meer.

In diesem Park befindet sich allerdings noch ein Highlight. Ziemlich in der Mitte liegt ein großer See auf dem man sich als Paar ein Ruderboot mieten kann. Außerhalb der Stoßzeiten kann man dort in ruhiger Atmosphäre mit seinem Partner über den See treiben, den Fischen und Vögeln zusehen und bei sonnigen Wetter diese genießen. Neben dem See befinden sich außerdem Cafés in dem man gerade am Mittag schnell eine Kleinigkeit zu sich nehmen kann. Für ein schönes Abendessen würde ich lieber andere Lokale besuchen.

Der Park der Träume heißt "Retiro-Park" und hat neben dem Kristallpalast und dem See viele Statuen, Brunnen, Teiche, Wiesen und Rosengärten zu bieten. Es ist ein Ort an dem man lange Zeit verweilen kann, sich darin verlieren. Man kann sich fast vorstellen wie die Menschen früher hier flaniert sind oder zu Pferd durch geritten. Und das liegt nicht nur an der Stimmung die der Park ausstrahlt, auch die berittenen Polizisten tragen dazu bei.









Retiro-Park

Palacio Real

Das mit Abstand langweiligste was ich mir nur vorstellen konnte war der Königspalast von Madrid. Ein altes Gebäude besichtigen - wie spannend kann sowas schon werden? Doch mein Freund bestand darauf - weshalb auch immer(?)

Ich muss jetzt nur leider gestehen: es war unglaublich! Nie hätte ich gedacht das ich von Räumen so eingenommen werden kann. Doch die spanischen Könige wussten wie man Eindruck hinterlässt. Offizielle darf man keine Fotos von den königlichen Räumen machen, was ich gar nicht so verkehrt finde, denn Fotos können die Qualität und detailliebe absolut kein Stück einfangen. Jeder Raum wurde sorgfältig bedacht beim Einrichten, so entstand ein Raum der von der Decke bis zum Boden mit Porzellan bestückt wurde. Dabei darf man sich statt Tapete eben aufwendige Porzellankunstwerke vorstellen. Ein weiterer Raum ist beispielsweise in königlichen Blau mit Goldverzierungen gestaltet oder in einem waldigen Grün mit unzähligen Ornamenten. Diese Kunstwerke kann man weder auf Bildern, Videos oder Erzählungen wiedergeben, man muss sie wirklich mal gesehen haben. Außerdem ist im Eintritt die Besichtigung der Waffenkammer Enthaltung, sowie weitere Ausstellungen von Königlichen (liebevoll genannter) "Kram".

Vor dem Königspalast befindet sich eine hübsche Anlage mit vielen aufwendigen Brunnen und Bänken die zum Ausruhen einladen. Direkt vor dem Palast sind riesige Plätze angelegt die ihren nutzen zur Königszeit hatten und direkt neber dem Gebäude ist ein Park in dem man spazieren gehen kann.

Tipp: Besucht den Palast am späten Nachmittag, ab da wird es meist ruhiger.

Nicht mein Highlight

Das Museo del Prado ist eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt, aber leider kein Highlight für mich geworden. Wenn ich an die Highlights von Lissabon denke, ist das Museum Prado leider weit unten auf meiner Liste von "das muss man gesehen haben". Jedoch will ich auch hier mal kurz drauf eingehen. 

Das Museum ist tatsächlich gigantisch. Es erstreckt sich über mehrere Etagen und Nebengebäude und ist voll mit bedeutenden Kunstwerken. Selbst die Mona Lisa, wenn auch nur von einem Schüler Da Vincis gemalt, kann man hier bewundern. Auch ein Original des Abendmahls findet man in den herrschaftlichen Gemäuern. Dazu kommen viele Statuen aus Griechenland und unzählige christliche Bilder. In einigen Räumen kann man auch wie im Königspalast Deckengemälde bewundern. (Das auf dem Bild ist vom Königspalast, im Vorraum durfte man noch fotografieren)

FÜR DIE MÄNNER 

Es ist teuer, man muss viele viele Stufen hochlaufen, um an den Einlass zur Führung durch das Stadion von Real Madrid zu kommen, aber jeder Mann sagt das lohnt sich. ..und wenn die Frau shoppen will ist jeder Schritt zu viel - jaja so sind die Männer.

Was man alles besichtigen darf? Alle Pokale die der Verein je gewonnen hat, Trikots und Schuhe vergangener berühmter Spieler, die Kabine von der Mannschaft, sowie der Gäste und der Bereich der sonst nur den Managern vorbehalten ist. Ein muss für jeden Fußball-Fan.

Die Stadt

Madrid besticht durch unglaubliche Gebäude, die aus den unterschiedlichsten Epochen stammen. Die meisten empfand ich als romantisch mit ihren vielen Verschnörkelungen, aber es sind auch andere Stile vorhanden, jedoch keine neuartigen Bauten. Wir wurden allerdings Zeuge von einem Abriss eines alten Gebäudes, das besondere daran war, dass die alte Versande zur Straße hin vollständig stehen blieb. Mit dem Hintergrund fällt einem tatsächlich auf das viele Gebäude von Innen völlig neu sind, aber eben von Außen aussehen wie vor 100 Jahren.

Besonderes Highlight

Der Tempel von Debod ist ein Highlight das uns wegen Renovierung leider verwehrt blieb. Der Tempel stand ursprünglich in Ägypten und wurde aus dank für die Rettung des Niltals von der ägyptischen Regierung 1968 an Spanien verschenkt. 4 Jahre später wurde der neu aufgebaute Tempel in Spaniens Hauptstadt eröffnet. Da ich noch nicht in Ägypten war, war das ein Stück Ägypten das ich gerne von nahen gesehen hätte.

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