Die gefährlichste Straße der Welt

17.09.2018

Runter vom Flughafengelände, raus aus Mombasa und rauf auf die gefährlichste Straße der Welt! ... Tja hätte man Google nur vorher bemüht.













Welcome to Kenya

Wie soll man etwas lernen, wenn man nicht lernt?

Das ist mal eine Weisheit! Aber ich fange mal vorne an. Ich durchstöbere das Internet und stoße auf beeindruckende Bilder einer Bloggerin während einer Safari. Ich war hin und weg! Ich wollte auch das erleben! Tiere so nah - nicht im Zoo - und vor allem ein anders Land! Doch zuerst muss der Freund überzeugt werden - Leichtigkeit wenn man weis wie.

Die Reise war gebucht und noch ein halbes Jahr bis dahin.. Mensch so endlos kamen mir nicht mal die Schulstunden bei verhassten Fächern vor. Doch endlich war es soweit und wir sind nach .. nennen wir es mal "Umwege", endlich in Kenia gelandet.

(Klickt auf Umwege und ihr kommt zu der kleinen Nebenstory.)

Eine Andere Welt

Was einem auf einer der gefährlichsten Straße der Welt erwartet kann dieses Durcheinander schon prophezeien.

Mit was rechnet man, wenn man in einem fremden Land den Flughafen verlässt? Mit Straßen vielleicht, oder mit Gehwegen, oder einfach mit Häusern? In gewisser Weise war das alles vorhanden, aber irgendwie auch wieder nicht. Man sollte natürlich erwähnen dass wir in einem sehr sehr heißen Land unterwegs waren in dem manche Materialien den Umständen entsprechend schneller nachgeben. Dennoch sieht man einfach dass die Infrastruktur grundsätzlich eine andere ist...

Die Straße von Mombasa nach Nairobi wird auch "Killer Road" genannt.

Solche Unfälle sind dort Alltag. Warum die Menschen keine andere Route nutzen und warum sie überhaupt so stark befahren ist? Dass liegt wohl daran dass es die Hauptstraße von Mombasa nach Nairobi ist und damit der einzige Highway im Land. Außerdem kommen im Hafen von Mombasa lebenswichtige Utensilien an und diese werden von LKW-Fahrern von dort aus nach ganz Afrika über diese Straße transportiert. Bei so einem hohen Verkehrsaufkommen wundert man sich dass es für jede Richtung nur eine Fahrbahn gibt. Doch das Material ist teuer und hat bei der Hitze kaum eine Chance. Daher überholen leichtere LKWs die schweren, und riskieren dabei alles. Sie fahren von der ohnehin nicht gerade festen Straße auf den Sandweg, rutschen oft aus, kippen um oder versinken im Sand, was noch das harmloseste ist. Die wirklich Verrückten überholen trotz Gegenverkehr. Mit unserem, zum Glück kleinen Geländewagen und flinken Fahrer, sind auch wir ein paar mal knapp dem Tod entgangen.

Die Uhr Stand still

Das war halb so schlimm

Wir fahren normal, doch ein LKW-Fahrer meint wohl das wir zu langsam sind und will uns überholen. Halb so schlimm. Wenn nicht plötzlich auf der anderen Spur ein anderer LKW-Fahrer das Selbe vor gehabt hätte. Eingekesselt von schneckenden LKWs wird es sichtlich eng für uns, aber unser Fahrer reagiert und fährt von der Straße runter auf den Sand. Nichts passiert und nachdem die LKWs wieder ihre Spur eingenommen haben konnten wir auch wieder auf die Straße wechseln.

Wenn die Zeit still steht

Ich war müde vom Flug, der Reise und dem drum rum, und habe immer wieder die Augen zu gemacht für kleine Nickerchen. Doch dann als ich mal wieder wach wurde war alles komisch. Ich schaue zu Jochen. Er schaut starr geradeaus mit großen Augen. Die Zeit wird langsamer. Ich drehe mich um, mit keinem schlimmen Gedanken und sehe nur noch die Kühler eines LKWs. Der Moment fühlte sich an wie als wäre die Zeit stehen geblieben. Jochen und ich, wie wir uns später erzählten, dachten zu diesem Zeitpunkt "Das wars". Doch unser Fahrer hat reagiert! Er riss im letzten Moment das Lenkrad rum und rettete uns damit wohl das Leben. Wie es zu der Situation kam? Der LKW ist hinter einem anderen kurz vor uns ausgeschert auf unsere Spur. Ob betrunken oder blind wissen wir nicht, aber auf jeden Fall völlig verrückt.










Es gibt Hoffnung

Die Chinesen sind überall

Laut unserem Fahrer haben chinesische Investoren vor eine gut ausgebaute mehrspurige Autobahn als Verbindungsstraße von Mombasa nach Nairobi zu bauen. Dieses Vorhaben wird wohl nach der Fertigstellung der neuen Bahnstrecke, die 2017 eingeweiht wurde, folgen. Die Bauarbeiten sind zumindest schon in vollem Gang und sorgen zumindest für ein paar neue Arbeitsplätze. Allerdings wird laut unserem Fahrer nicht viel für die Wirtschaft getan, den die Materialen werden wohl aus China importiert. Dies sei wohl tatsächlich günstiger als sie aus Kenia direkt zu beziehen. Woran das genau liegt konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Aber auch wenn der Bau nicht gerade die Wirtschaft ankurbelt, so wird er zumindest wenn er fertiggestellt ist etwas grundlegend verbessern - hoffentlich. 

Fazit

Wenn es nicht noch andere tolle Länder gebe in denen man Safaris unternehmen kann, würde nichts dagegen sprechen nochmal nach Kenia zu reisen. Natürlich war die Straße gefährlich und da muss jeder für sich entscheiden ob er das machen möchte oder nicht. Aber nach verschiedensten Urlauben in denen alle möglichen anderen Gefahren gedroht haben, ist das nur eine die wir bewusster erlebt haben als andere. Doch zurückschrecken tun wir deshalb vor so Reisen nicht, denn ein Land und eine Reise besteht aus mehr als nur einer Straße. Und im Übrigen, vielleicht ist nach dem Neubau, die Straße in ein paar Jahren ja gar nicht mehr so schlimm. 

Zurück

© 2020 vivi.mahia. Alle Rechte vorbehalten. Alle Fotos sind geistiges Eigentum von Vivien Ofenloch. Achtung Werbung! Genannte Unternehmen werden von mir auf freiwilliger Basis genannt, kein Post ist gesponsert.
Unterstützt von Webnode
Erstellen Sie Ihre Webseite gratis! Diese Website wurde mit Webnode erstellt. Erstellen Sie Ihre eigene Seite noch heute kostenfrei! Los geht´s