Lisboa Travel Guide Teil 1

14.11.2018

Kultur-Schock in Lissabon! Nicht falsch verstehen, Kenia und Bali sind das definitiv, da die Kultur wirklich eine andere ist. Hier ist die gefürchtete Kultur gemeint, die man auf Reisen oder Ausflügen mit der Schulklasse so sehr .. liebt. Wandern, Kirchen ansehen und sonstige Berühmtheiten und dabei tolle Führungen mitmachen. Wer hat das nicht gern gemacht? ..Ich. 











Convento do Carmo

Die Stadt hat uns mit seinen Gassen, U-Bahn-Netz und Architektur so gefesselt, das wir alles sehen wollten. Darunter fiel auch die Convento do Carmo, eine Ruine die einst eine Kirche war. Das Dach fehlt völlig, was beim Erdbeben 1755 einstürzte. Doch die Grundbauern stehen noch völlig unbeschadet da und ermöglichen den Besuchern so einen einzigartigen Kirchenbesuch. Wobei natürlich keine Gottesdienste mehr abgehalten werden. Die Mauern umschließen heute Museumsstücke, darunter fallen ein uralter Sarkophage, Mumien in Glaskästen, sowie Bilder und andere uralte Gegenstände. Die Atmosphäre wenn man das Kirchenschiff betritt ist einfach eindrucksvoll. Außerdem werden im Sommer hier Konzerte gegeben, was einen Besuch sicher lohnenswert macht. Für mich war das eins der Highlight unseres Lissabon Aufenthaltes.

In meinem Verständnis sind Führungen mega öde, langweilig und trist. Grund sind meist die hochmotivierten Menschen gewesen, die diese durchgeführt haben. Ist man Jung, will man Quatsch machen. Und entflieht man da mal dem nervenden Schulalltag will man was erleben und nicht Stundenlang einen Monolog lauschen. Doch um so älter ich wurde, um so mehr hat mich das dahinter interessiert. Wenn ich nicht gerade Reise, lese ich daher gerne historische Romane die mich fernen Ländern näher bringen und mir etwas über die Kultur vermitteln. 

So und nun zu Lissabon. Wir haben das volle Touri-Programm durchziehen wollen, jedoch ohne Führung und auf eigene Faust und in einem kleinem Zeitfenster. Und ich dachte schon: das ist doch nicht wirklich mein ernst.

Der Flieger war gelandet und wir konnten auch gleich in unser Hotelzimmer einchecken. So.. und jetzt, war unser erster Gedanke. Pläne hatten wir vorab keine. Ein zwei Sehenswürdigkeiten mal ansehen, aber mehr auch nicht. Also sind wir erst mal die Straße runter Richtung Meer und nach diesem Spaziergang kam die erste Idee, wo wir hingehen könnten, dann die nächste und so weiter.. und am Ende stand auf unserer imaginären Liste so ziemlich jede Sehenswürdigkeit in Lissabon. In zweieinhalb Tagen.

Seit 1902 können Besucher auf diesen einzigartigen Turm die Stadt von oben bewundern. Elevador de Santa Justa heißt das Bauwerk das von 1898-1901 gedauert hat. Dieser tolle Turm wird so stark besucht das man mit einer Gewissen Anstehenden-Zeit rechnen muss, um Einlass zu bekommen. Oben angekommen gibt es zwei Plattformen, von denen man die Stadt betrachten kann. Das Stahlkonstrukt ist wirklich mit liebe zum Detail entstanden und ein Meisterwerk, wie ich finde. Der Fahrstuhl besitzt ebenfalls noch den Charme aus einem vergangenen Jahrhundert und lässt einen für kurz eine Zeitreise machen. Wir waren bei Nacht auf dem Turm und konnten so die tolle Beleuchtung von einigen Sehenswürdigkeiten genießen, sowie den Blick auf den Tajo.








Castelo de São Jorge

Castelo de Sao Jorge liegt auf einem Berg. Um dort hinzugelangen muss man viele kleine hübsche Gassen entlang laufen. Kurz vor dem Eingang finden sich meist einige Künstler ein, die Gemälde oder Fotografien von ihrer Stadt verkaufen. Am Castelo de Sao Jorge angekommen betritt man schon fast den wunderschönen romanischen Garten, der durch uraltes Gestein, Skulpturen und hübschen Pflanzen besticht. Doch das besondere Highlight an diesem Garten sind die unzähligen Pfaue die dort zuhause sind. Die Tiere laufen frei herum und bei etwas Glück zeigen sie auch einem ihr buntes Federkleid. Daneben bietet die Burg auch eine grandiose Aussicht über Lissabon. Zum Verweilen laden die Cafés auf der Burg ein, sowie die unzähligen Bänke unter Olivenbäumen oder in der Nähe verrosteter Kanonen. Ein besonderes Highlight bietet zudem ein Teleskop, wo man in Echtzeit die Stadt ausloten kann. Was bei einer im Preis mit inbegriffenen Führung enthalten ist. 

Alles in allem ist die Burg einfach ein Must-Ziel, das man sich in Lissabon nicht entgehen lassen sollte. Ich finde, anders als früher, es wichtig etwas von der Stadt in der man ist zu sehen oder sogar etwas von der Geschichte mitnehmen zu können. Denn ohne diese wäre die Stadt heute wohl nicht so bekannt und das Stadtbild nicht so schön. 

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